Geld sparen

Dein Sparschwein

Vielleicht hast Du ein Sparschwein zu Hause, das Du regelmäßig fütterst. Das ist schon mal ein guter Anfang. Wenn Du bereits erste Erfahrungen mit dem Ansparen von Taschengeld gesammelt hast, ist es wichtig, die Tipps und Tricks zum Thema Sparen zu kennen.

Dein Sparschwein zu Hause möchte regelmäßig gefüttert werden. Aber sorgst Du auch dafür, dass davon regelmäßig etwas auf Dein Konto eingezahlt wird? Oder hast Du noch kein eigenes Konto? Besprich doch mit Deinen Eltern, wie sinnvoll es ist, wenn Du Dein eigenes Konto bekommst. Du kannst so lernen, selbständig mit Deinem Geld umzugehen. Du entscheidest, wann und wie viel Du davon ausgibst und vor allem für was. Wichtig ist, dass Du selbst über Deine Wünsche entscheiden darfst und einen realistischen Spielraum zur Verwirklichung Deiner Wünsche hast.

Illu

Tipp: Vergleichen!

Vergleiche die Angebote für Schüler/innen von verschiedenen Banken. Du solltest auch die Höhe des Zinses im Auge behalten. Die meisten Banken bieten spezielle Konditionen für Schüler/innen.

Die Inflation und was danach übrig bleibt

Es gibt noch ein kleines Geheimnis, das Du kennen solltest... Wer hat Schuld daran, dass Du Dir in einem Jahr von Deinem Taschengeld nicht mehr das gleiche kaufen kannst, weil die Preise gestiegen sind? Die Inflation!

Nun gut, wenn Du zum Geburtstag 100 EUR geschenkt bekommst, kannst Du diese ja zur Bank bringen. Die Bank wird Dir einen Zinssatz anbieten. Nehmen wir an, das Angebot der Bank liegt derzeit bei 1%. Die Inflation beträgt 2%. Das bedeutet: um Dir in einem Jahr genau das gleiche kaufen zu können wie heute für 100 EUR, benötigen wir in einem Jahr 102 EUR. Und eigentlich wollen wir ja noch etwas verdienen. Wir sparen ja! Die Bank gibt uns aber nur 1%, das heißt 1 EUR. Daher sind nach einem Jahr 101 EUR auf unserem Sparkonto.

Wir haben also fleißig gespart, können uns aber weniger leisten als ein Jahr zuvor? Kann das sein? Leider ist es derzeit so! Und nun kommt das kleine schmutzige Geheimnis: wir haben einen negativen Realzins. Was bedeutet das? Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Zinsen zu benennen:

  • Der Zinssatz, den Dir die Bank gibt, ist der Nominalzins. In unserem Beispiel: 1%.
  • Die Inflation oder der Kaufkraftverlust ist in unserem Beispiel 2%.
  • Den Realzins erhältst Du, wenn Du die Inflationsrate von dem Nominalzins abziehst. In unserem Beispiel ist das dann 1% - 2% = -1%
Illu

Wir haben also einen negativen Realzins . Uns wird Geld weggenommen, wenn wir es sparen! Skandal! Das war nicht immer so. Daher muss man in diesen Zeiten besonders clever sein. Und Du darfst Dir das nicht einfach so gefallen lassen! Es sei denn, es gibt gute Gründe. Ein guter Grund ist beispielsweise, wenn Du flexibel sein möchtest und das Geld in nächster Zeit brauchst. Oder wenn es Deine "Eiserne Reserve" betrifft. Dann musst Du in den sauren Apfel beißen. Doch wenn Du auf etwas Großes in der Zukunft sparst und etwas Zeit hast, bis Du das Geld benötigst, solltest Du mehr über Finanzen lernen. Wenn Du genügend über Finanzen weißt, kannst Du die Finanzgeschäfte machen, die Dir einen höheren Zins bringen.

Beschäftige Dich mit den Zinsen! Was zahlt die Bank? Welche Angebote haben die anderen Banken? Übrigens, den negativen Realzins wirst Du nie auf einem Kontoauszug finden! Den musst Du Dir schon selbst errechnen. Gemein, aber so ist das Spiel…

Wenn Du schon viel über Geld weißt, kannst Du Dich langsam an das Thema Geld investieren herantasten.

Illu